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Rathausecho vom 25.01.2020

Als „Ergebnis“ des Moderationsverfahrens „Brinkhausgelände“ hat das von der Stadt beauftragte
Moderatorenteam keine Vorschläge für die Gestaltung des Gebiets vorgelegt, sondern der Politik
einen Katalog von zahlreichen Fragen übergeben. Diese sind grundsätzlicher Art wie, ob es Ziel der
Stadt sei, die Industriebrache Brinkhaus vollständig als Grünfläche herzustellen und zu diesem
Zweck die gesamte Fläche zu kaufen oder auch eine bauliche Nutzung zu ermöglichen, aber auch
Detailfragen .

Als „Ergebnis“ des Moderationsverfahrens „Brinkhausgelände“ hat das von der Stadt beauftragte

Moderatorenteam keine Vorschläge für die Gestaltung des Gebiets vorgelegt, sondern der Politik

einen Katalog von zahlreichen Fragen übergeben. Diese sind grundsätzlicher Art wie, ob es Ziel der

Stadt sei, die Industriebrache Brinkhaus vollständig als Grünfläche herzustellen und zu diesem

Zweck die gesamte Fläche zu kaufen oder auch eine bauliche Nutzung zu ermöglichen, aber auch

Detailfragen .

Die FDP-Fraktion hat in einer langen Sitzung intensiv den Fragenkatalog abgearbeitet und über das

Ergebnis eine Presseerklärung abgegeben, die am Donnerstag in der Glocke zu lesen war.

Diese Erklärung veranlasste die Vorsitzende des Heimatvereins zu einem Rundumschlag, der in

Diktion und Inhalt schon bemerkenswert ist.

Zunächst will sie den Eindrck erwecken, die FDP habe schon in den 1980ee Jahren , hätte sie

damals das Sagen gehabt, eine breite Autostraße durch die Altstadt gebaut und die historischen

Häuser abgerissen, um sie durch moderne Betonbauten zu ersetzen. Dass das nicht stimmt, weiß sie

natürlich, sie sagt das auch nicht, erweckt nur den Eindruck. Dass die jetzige FDP-Fraktion so etwas

hätte durchsetzen wollen, ist aus der Luft gegriffen und bösartige Polemik gegen eine Partei, die

sich immer für den Erhalt und die Stärkung der Altstadt eingesetzt hat. Ich war in den 80er Jahren

Mitglied des Verkehrsausschusses und bin es jetzt wieder. Ich habe meine Meinung zur Altstadt nie

geändert und in der FDP-Fraktion immer Unterstützung gefunden. Den Abriss maroder Hallen und

des Garagenbaus mit dem Abriss historischer Gebäude in der Altstadt gleichzusetzen ist absurd.

Hier geht es nicht um den Erhalt der Altstadt, sondern um die Überplanung eines städtebaulichen

Schandflecks.

Die Vorsitzende des Heimatvereins bezeichnet es als großen Fehler, dass die Stadt sich geweigert

hat, dan Garagenbau unter Denkmalschutz zu stellen. Sie zeigt hier ein seltsames und bedenkliches

Verhältnis zu unserer Rechtsordnung. Wenn ein Gebäude kein Denkmal ist, darf es nicht unter

Denkmalschutz gestellt werden. So einfach ist das. Alles andere ist Rechtsbruch. Will sie das Recht

nur gelten lassen, wenn es gerade passt? Alle Denkmalbehörden haben verneint, dass das

Garagenhaus ein Denkmal ist. Aber was schert das die Vorsitzende des Heimatvereins? - nichts.

Schließlich meint sie dann die FDP wolle das gesamte Gelände mit Wohnbebauung zuzupflastern.

Das hat die FDP nie gefordert. Ich habe mich immer für eine moderate Wohnbebauung eingesetzt,

das müsste auch die Vorsitzende wissen.

Schließlich kommt die alte Leier, die FDP habe nur die Gewinnmaximierung des Investors im

Auge. Soweit ich weiß, hat kein Mitglied der FDP-Fraktion bisher mit dem Investor gesprochen

oder kennt ihn auch nur. Auch wenn es in das Weltbild der Heimatvereinsvorsitzenden nicht passt,

uns geht es um eine möglichst gute städtebauliche Planung zum Wohl der Stadt Warendorf.



Dr. H.G. Schöler